 |
| Meisterschaft |  |
Deutsche Meisterschaft 2010 findet in 55 Tagen in Velten statt. | |
| Übersicht |  |
|
|  |
 |  |
|
Historie des Majoretten-Tanzsports |
|
 |
Der Tambourmajor – oder wie alles angefangen
hat
Die Geschichte des Majoretten- und Twirlingsports |
|
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es viele
sogenannte "Marching-Bands", die bei allen möglichen Paraden
in den USA mitliefen und Musik machten. Um den Takt anzugeben, wurde der
„beste Trommler“ (drummer) zum Tambourmajor.
Der Tambourmajor hatte einen großen Taktstock (Baton) und gab damit
den Takt an und darüber hinaus auch manchmal Bewegungen um die Marschrichtung
anzuzeigen. Zu dieser Zeit bestanden die Marching-Bands ausschließlich
aus Männern.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden dann die ersten weiblichen Marching-Bands
gesehen. Natürlich hatten die einen weiblichen Tambourmajor (Drum
Major). Die Mitglieder dieser Bands trugen meist knöchellange Kleider.
|
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden auf großen
Ausstellungen und Jahrmärkten Männer gesehen, die mit einem Gewehr
hantierten. Es wurde gedreht, mit beiden Händen, mit einer Hand und
so weiter. Dies beeinflusste auch die Tambourmajore. Auch sie wollten so
etwas als "Einlage" machen.
Es war wohl um 1927 herum, als sich eine Band zu einer Parade aufstellte.
Nur der Tambourmajor fehlte noch. Man überlegte was zu tun war. Da
fiel der Blick auf Mabel, von der man wusste, dass sie einen Tambourmajor
ersetzen konnte. Gesagt – getan. Mabel führte die Band an, wie
es ein Tambourmajor eben macht. Doch dann schrieb sie Geschichte: Sie versuchte
den Baton ein paar mal zu drehen. Die Zuschauer fanden das toll und die
Band spielte fast noch besser als sonst.
Im selben Jahr gründete Ed Clark eine Fabrik zur Herstellung von Batons.
Für seine Tochter Kitty, die ein Tambourmajor der Elkhart-High-School-Band
war, stellte er einen Baton aus einem Billard-Queue her. Dieser war leichter
als die gängigen Batons der Drum-Majors und er ließ sich dadurch
auch einfacher drehen.
Jetzt gab es endgültig auch weibliche Tambourmajore. Bald nannte man
sie femininer "Drum Majorettes", "Drum Major Girls",
"Baton Twirlers" oder auch nur Majorettes. |
Bedingt durch die leichteren Batons, wurde es natürlich
einfacher, ein paar andere Dinge mit dem Stab zu machen, als nur den Takt
und die Richtung anzugeben. Also begann man den Baton immer öfter
zu drehen.
Die rhytmische Sportgymnastik und die Drill Teams, die es bereits Ende
des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gab, haben genauso Einfluß
auf die Entwicklung gehabt, wie die mehr in Europa bekannten Fahnenschwinger.
|
Um 1940 herum gingen immer mehr Bands dazu über, nicht
nur einen weiblichen Tambourmajor zu haben. Sie hatten nun mehrere Baton-Twirling-Majorettes
mit dabei. Das führende Mädchen wurde "Tambourmajor",
"Tambourmajorette", "Haupt-Majorette" oder "Kapitän
der Majorettenmannschaft" genannt.
Die Majoretten wurden "Tambourmajor Mädchen", "Tambour-Majoretten",
"Baton twirlers" oder "Baton girls" genannt.
|
Bereits 1930 gab es Bücher, die erklärten, wie
man einen Stab dreht. Zu dieser Zeit wurden auf den Buchumschlägen
weibliche und männliche Twirler gezeigt. Am Ende der 40–iger
Jahre zeigten die Umschläge nur noch weibliche Twirler. Während
früher das Training ausschließlich von Männern geleitet
wurde, hielt man das jetzt inzwischen bereits für "etwas ungewöhnlich".
Auch die Kleidung änderte sich im Laufe der Jahre. Während man
zu Beginn noch knöchellange Kleider trug, sah man in den 30–iger
Jahren die Majoretten in Hosen, in Röcken die unter dem Knie oder
über dem Knie endeten, in Shorts, extra kurzen Shorts und sogar in
Shorts, die man Anfang der 70–iger Jahre "Hot Pants" nannte.
Vereine und Tanzschulen nahmen sich der Sache an und so wurde nach und
nach aus den Tambour-Majoretten, die eine Band begleiteten, eine eigene
Sportart (Twirling).
|
Heute, im 21. Jahrhundert, gibt es unterschiedliche Arten
im Majoretten- und Twirlingwesen: • Majoretten
im eigentlichen Sinne, die mit Musikkapellen oder Fanfarenzügen verbunden
sind • Twirler, die mehr in Richtung rhytmische
Sportgymnastik tendieren, jedoch mit einem Baton arbeiten • Twirling-Majoretten,
die alle diese Elemente, in abgeschwächter Form, miteinander verbinden
|
1945 wurde durch Don Sartell in den USA der "NBTA"
gegründet (National Baton Twirling Association), der erste Fachverband
für diesen Sport. Es gibt natürlich inzwischen weitere Verbände,
wie USTA, WTA, DMA und in Deutschland den DTSV, VBM, die EMA und andere,
die eine Menge getan haben, Twirling und den Majoretten-Tanzsport als die
gute und wertvolle Aktivität, die sie ist, bekanntzumachen und zu unterstützen.
|
Egal, ob Majoretten, Twirler, Twirling-Majoretten –
laßt uns alle unterstützen, die diesem Sport nachgehen, damit
dieser schöne Sport nicht eines Tages ausstirbt. |
|
|
|
|  |
|
|  |
| Wer ist Online |  |
Zur Zeit sind 0 Gäste und 1 Vereine online.
Sie sind Gast bei uns. | |
| Vereins-Login |  |
Zugang nur für Mitgliedsvereine der EMA!
Probleme? E-Mail | |
|
|  |